Ontogenese

Die Ontogenese oder auch Ontogenie, bezeichnet allgemein den Wandel, die Entwicklung oder Veränderung von Organismen oder Einheiten. Der Begriff der Ontogenese findet innerhalb der Biologie, Medizin und der Psychoanalyse Verwendung.

Ontogenese

Die Ontogenese bezieht sich immer auf den Entwicklungsweg eines Organismus’.

Innerhalb der Biologie und Medizin beschreibt dieser Begriff vor allem die individuelle Entwicklung eines einzelnen Organismus. Hier wird der gesamte Zeitraum vom der Zeugung bis hin zum Tod betrachtet. Jeder einzelne Entwicklungsschritt wird hierbei durch die Forschung bearbeitet und somit die gesamte Lebensentwicklung segmentalisiert. Eine exakte Definition gibt es nicht. Zentral und Entscheidend ist jedoch der Aspekt der Entwicklung. Die Ontogenese bezieht sich hierbei immer auf den Entwicklungsweg eines Organismus’ und betrachtet diesen ohne andere biologische Einflussfaktoren zu beachten. Hierbei wird deutlich das bei der Ontogenese das “Wesen” das zentrale Untersuchungsobjekt ist.

Die Ontogenese wird bei vielzelligen Organismen meist in diese Abschnitte unterteilt:

  • Zeugung
  • Blastogenese
  • Embryogenese
  • Fetogenese
  • Geburt
  • Säuglingsphase
  • Kleinkindphase
  • Juvenilstadium
  • Pubeszenz
  • Adoleszenz
  • Klimakterium
  • Seneszenz
  • Tod

Diese Aufteilung unterscheid sich, von der gängigen, die bei Pflanzen Verwendung findet.

In diesem Bereich der Entwicklungsbiologie ist auch der Begriff der Phylogenese wichtig. Dieser Teilaspekt beschäftigt sich mit der stammesgeschichtlichen Entwicklung aller Lebewesen und untersucht deren Verwandtschaftsverhältnisse. Hier steht die Entwicklung von ganzen Arten im Vordergrund und nicht die des einzelnen Individuums. Ernst Haeckel war in diesem Bereich der Forschung sehr aktiv und prägte so die heutigen Begriffe des Stamms und der Ökologie entscheidend. Durch seinen Forschungen und Arbeiten trug Haeckel immens zur Verbreitung des Darwinismus bei.

Innerhalb der Psychoanalyse beschreibt der Begriff der Ontogenese meist eine Art und Weise der Entwicklung eines Mensch. Hierbei wird besonders oft auf die nicht ontogenetisch synchrone Entwicklung eines Menschen verwiesen. Dies bedeutet, dass der Mensch innerhalb der Psychologie wesentlich störanfälliger ist. Die segmentale und klar strukturierte Entwicklung innerhalb der Ontogenese kann aus diesem Grund nicht aufrecht erhalten werden. Dies wird besonders im Modell von Rainer Krause deutlich, der viele Faktoren und Einfluss Elemente nennt, die auf die Psyche des Menschen wirken und somit bei der Psychoanalyse mit einbezogen werden müssen.

Bild: Zephyris via wikipedia

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